Seit 1883 – Geschichte und Gegenwart der Wildeshauser Zeitung. Das Blatt und die Technik im Wandel der Zeit.
Die von vielen älteren Wildeshausern auch „Löschen-Times“ genannte Wildeshauser Zeitung erscheint seit 1883 in der Kreisstadt an der Hunte. In einem gemeinsamen Vortrag beleuchten der gelernte Schriftsetzer Jochen Mües und Redaktionsleiter Ove Bornholt-Sieling die wechselvolle Geschichte des von dem aus Blumenthal bei Vegesack stammenden Buchdrucker Ludwig Löschen erstmals herausgegebenen Blatts. Die Zeitung erschien nach einer rund dreijährigen Unterbrechung nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals wieder im Dezember 1948. In der Folge wurde die Frequenz nach und nach von drei auf sechs Ausgaben pro Woche gesteigert. Seit Mitte der 80er-Jahre gehört die „Löschen-Times“ zur Mediengruppe Kreiszeitung in Syke und damit zur Ippen-Gruppe – Deutschlands größtes Netzwerk für Lokaljournalismus.
In ihrem Vortrag gehen die Referenten unter anderem auf die alte, bis 1987 verwendete Drucktechnik ein, die im Druckereimuseum noch heute bestaunt werden kann – einige Maschinen sind weiterhin funktionsfähig, wie Mües bei Führungen gerne demonstriert.
Jochen Mües hat am 1. August 1977 als Schriftsetzer bei der Wildeshauser Zeitung angefangen. Die Ausbildung dauerte wie damals üblich drei Jahre. Bis 1987 war er bei der Zeitung beschäftigt. Seit 29 Jahren führt er interessierte Besucher durch das Druckereimuseum.
Ove Bornholt-Sieling ist seit 2013 bei der Wildeshauser Zeitung. Nach einem Volontariat wurde er Redakteur und ist seit 2025 Leiter der achtköpfigen Lokalredaktion in Wildeshausen. Der 39-jährige Dithmarscher lebt seit 2015 in Wildeshausen und ist studierter Historiker.
