„Weil das ganze Volk häretisch ist“ Die Reformation in Wildeshausen

Im Juli 1543 kam die Reformation nach Wildeshausen. Der damalige Landesherr der Stadt, der münsterische Bischof Franz von Waldeck, ließ von Osnabrück aus den Lübecker Superintendenten Hermann Bonnus die Ämter des Niederstifts Münster, zu denen auch Amt und Stadt Wildeshausen gehörten, bereisen und eine lutherische Gottesdienstordnung einführen. In der Folgezeit entwickelte sich ein mehr oder weniger intensives lutherisches Konfessionsbewusstsein. Ab 1613 versuchte Bischof Ferdinand von Bayern über seinen Generalvikar Dr. Hartmann auch in Wildeshausen die Katholische Reform durchzusetzen. Magistrat und Bürgerschaft wehrten sich allerdings gegen diese Maßnahmen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, wie sich die verschiedenen Reformmaßnahmen in Gottesdienst, Kirche und Bürgerschaft vor Ort ausgewirkt haben.

 

Pastor Dr. Tim Unger ist Pfarrer der Ev.-luth. Kirchengemeinde Wiefelstede. Sein Forschungsgebiet sind die konfessionellen Beziehungen im westlichen Niedersachsen in der Frühen Neuzeit.

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